Backpacking

Usbekistan – Im Yurt Camp

Unsere Weiterfahrt von Bukhara in das Yurt Camp beim Dorf Dungalak am Aidarkul See hatten wir bereits am Vorabend mit einem Taxifahrer ausgehandelt. Für Fahrten zum Aidarkul werden in der Regel über 100$ verlangt. Wir sind die Sache andersrum angegangen und haben uns auf 25$ pro 100km geeinigt und ihm erst danach die geplante knapp 240km lange Route auf der Karte gezeigt, sodass wir uns für die Tour auf 70$ einigen konnten. Begleitet von etwas Modern Talking, haufenweise Andere-Kultur-Musik und mehreren Unterhaltungen in Zeichensprache sind wir innerhalb von 5 Stunden pünktlich zum Mittag im Yurt Camp angekommen.

Die Wüste rund um das Yurt Camp gleicht aufgrund vorangegangener Regenfälle größtenteils eher einer grünen Steppe mit kleinen sandigen Wüstenabschnitten. Die unglaubliche Nachmittagshitze ließ sich jedoch nun im Mai nur gut aushalten im Schatten auf gemütlichen Matten und Kissen mit Tee, entspannter Musik, Mittagsschlaf und dem Rauschen des Wüstenwindes. Fast wie ein Tag am Meer – nur ohne Meer. Ich will nicht wissen, wie heiß und wie karg es hier erst im Sommer wird..

Wir sind dann noch zum 14 km entfernten Aidarkul See gefahren und haben danach eine kurze Wanderung in der Steppe beim Yurt Camp unternommen. Abends gab es ein gemütliches Lagerfeuer mit Gitarren-Begleitung (usbekische Country-Musik?), Vodka und einem spektakulären Sternenhimmel. Einige einheimische Touristenführer sprachen sehr gut Englisch und Deutsch, sodass wir an dem Abend sehr viel über Land und Leute erfahren haben. Außerdem war es auch recht lustig, da eine japanische Backpackerin eindrucksvoll (=peinlich) bewiesen hat, dass sie zu viel Vodka intus hatte. Am nächsten Morgen war sie nicht beim Frühstück – vermutlich um den Gesichtsverlust zu vermeiden.

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