Backpacking

Georgien – Sightseeing in Tiflis

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Die georgische Hauptstadt Tiflis hat einen ganz eigenen tollen Charme durch ihre bunte Mischung aus alter und sehr moderner Architektur.

Übernachtet haben wir in der Innenstadt in der Privatunterkunft „Tina‘s Homestay“. Unsere Gastgeber waren sehr nett und die Unterkunft war wirklich urig.

Mit vielen von Tina selbst gemalten Bildern und einer beachtlichen Sammlung an Kassettenrekordern ;-)

Erkundet haben wir die City und die Altstadt mit kurzfristig gemieteten Fahrrädern und zu Fuß. Mit unserem Mietwagen wäre das eine elendige Parkplatz-Sucherei gewesen. Tiflis hat uns sehr gut gefallen!

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Aserbaidschan – Ziegenhoden und Küken in Bananenkisten

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Heute mal was unappetitliches: Wir hätten nicht gedacht, dass man einen Ziegenkopf und die zugehörigen Hoden hier in Sheki auf dem Bazar kaufen kann :-)

Wir haben uns dann doch eher an Früchte und Nüsse gehalten. An vielen übrigen Ständen haben die Verkäufer auch bereits geschlafen als wir um 15:00 Uhr über den Bazar gebummelt sind. Seltsam.

Und dann waren da noch die Küken, die in Bananenkartons zum Verkauf angeboten wurden.

Andere Länder, andere Sitten.

Die Verkäufer waren alle sehr nett, sprachen kein Wort englisch (geschweige denn deutsch) und baten um Fotos von sich, die sie dann wohlwollend begutachteten.

Ein Spaziergang über so einen Bazar ist doch immer wieder äußerst unterhaltsam.

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Aserbaidjschan – Erdbeben und Sightseeing in Sheki

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Björn so: „War das gerade ein Erdbeben?“

Ich so: „Nee, Ilgar hat bestimmt einen fetten Gast, der die Holztreppe hochpoltert. Schlaf weiter.“

Unser Schlafzimmer in Ilger‘s Homestay hatte sprichwörtlich gewackelt. Wir sind seelenruhig eingeschlafen. War ein langer Tag..

Als unser Gastgeber Ilger uns am nächsten Tag die Sehenswürdigkeiten in Sheki und Umgebung gezeigt hat, fragte er beiläufig „Did you notice the earthquake last night?“ Also doch kein fetter Gast.

Mit Ilgar hatten wir einen Gesprächspartner, der ausnahmsweise gutes Englisch sprach. Er zeigte und erklärte uns diverse Sehenswürdigkeiten in Sheki.

Und das Handwerk der Glasmacher und der Seidenproduktion hat er uns auch näher gebracht.

Außerdem konnte er unsere unzähligen Fragen zum Karabach-Konflikt beantworten. Zur albanischen Kirche nach Kis hat er uns auch begleitet.

Dort gab es einige Leichen im Keller ;-)

Unsere Unterbringung bei Ilger zuhause war zwar wirklich sehr einfach gehalten, aber es war sehr schön und das Frühstück sehr lecker. Wir können Ilger’s Homestay und die Tour mit ihm wärmstens empfehlen. Es war definitiv ein Highlight!

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Aserbaidschan – Wanderung zum Black Grouse Waterfall

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Die kurze Wanderung (circa 10km) zum Black Grouse Waterfall sollte eigentlich trockenen Fußes möglich sein. Im Lagodekhi Visitor Center wurde uns dann aber erklärt, dass die Brücke kaputt ist und wir zu Fuß an einer flachen Stelle den Bach überqueren müssen. Kein Problem – Flipflops und Handtuch eingepackt und los geht‘s.

Der Bach war dann doch ein reißender Fluß und flache Stellen gab es nicht. Stattdessen konnten wir auf umgestürzten Baumstämmen über den Fluß balancieren bzw. den letzten Meter bis zum rettenden Ufer springen. Aber wir sind trocken geblieben!

Unser treuer Begleiter bis hin zum Wasserfall und auf dem Rückweg war ein schwarzer Straßenkötter. Gelegentlich schien er uns sogar den Weg weisen zu wollen. Aber dank GPS sind wir nicht vom zugebenermassen nur spärlich beschilderten Weg abgekommen.

Es ging über große Felsen, diverses Geröll im Flussbett, umgestürzte Bäume und zum Schluss über eine etwas steileren Anstieg.

Der Weg hat sich aber gelohnt. Den Wasserfall hatten wir ganz für uns alleine :)

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Kaukasus – Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Oder: Warum den Mietwagen wechseln?

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Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die autonome Bergregion Karabach im Kaukasus hält bereits seit Jahrzehnten an. Armenische Truppen haben in der jüngsten Vergangenheit wiederholt den Waffenstillstand in der besetzten Konfliktregion von Karabach gebrochen. Bei der Planung unserer Roadtrip-Route haben wir natürlich sehr genau darauf geachtet, dass wir nicht einmal ansatzweise in Richtung Karabach unterwegs sind.

Kurz gesagt: Von dem zwischen den beiden Ländern offiziell bestehenden Kriegszustand bekommen wir hier überhaupt nichts mit. Daher gibt‘s heute auch nur konfliktfreie Bilder von den letzten paar Tagen unseres Roadtrips ?

Dennoch würden wir mit unserem armenischen Mietwagen die Grenze von Georgien nach Aserbaidschan nicht passieren können. Aus diesem Grund haben wir in der georgischen Hauptstadt Tiflis den Mietwagen gewechselt und uns gen Aserbaidschan aufgemacht.

Die Grenzpassage heute rüber nach Aserbaidschan war dann kein Problem – abgesehen von schier endlosem Warten, scheinbar übermäßiger Bürokratie, skeptischen Grenzbeamten („Have you been to Karabach?!“) und den üblichen Sprachbarrieren („პირადობის დამადასტურებელი დოკუმენტები გთხოვთ!“)

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Armenien – Luxus im Noy Land Resort. Nicht.

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Wir wollten uns mal „ein klein wenig Luxus“ gönnen und haben uns bei der Unterbringung am Sevan See ausnahmsweise mal für ein Resort entschieden. Das „Noy Land Resort“ war auf booking.com schön bebildert mit Sauna, Pool und Strand. Das wir kein Resort wie in der Karibik erwarten konnten, war uns klar.

Wir haben uns extra die Sauna exklusiv für 1 Stunde gebucht. Leider war während unseres Aufenthaltes gerade Stromausfall! Kein WiFi, kein Licht, kein warmes Wasser und am schlimmsten: keine Sauna!

Dafür gab es ein Panzerfahrzeug und ein American Airlines Passagierflugzeug.

Da es ein „Resort“ war, war natürlich auch für Kinder gesorgt mit einer im See versunkenen Schaukel, einer rostigen Wasserrutsche ohne Treppe und einem Pool voller Fröschen.

Und tonnenweise Mücken. Nicht nur am wirklich beschissenen Strand, sondern auf dem gesamten Gelände.

Das war mal „ein klein wenig Luxus“. Nicht! #fail ?

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Armenien – Urlaub im Kloster

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Wir wollten schon immer mal Urlaub im Kloster machen ;-) Es sind dann allerdings doch nur kurze Besuche geworden – aber dafür in drei verschiedenen Klöstern. Und die Drone kam nach langer Zeit nun auch mal wieder zum Einsatz.

Zuerst waren wir im Geghard Kloster östlich von Yerevan. Da war quasi jeder zweite Raum voller Kerzen..

Anschließend sind wir zum Sevan See gefahren.

Das Sevanavank Kloster liegt sehr pitoresk auf einer Halbinsel mit einem tollen Blick über den Sevan See.

Am nächsten Tag waren wir dann noch auf dem wirklich beeindruckenden mittelalterlichen Noratus Friedhof. Einige Grabsteine sind über 1000 Jahre alt.

Auf unserer Weiterfahrt nach Georgien haben wir dann noch einen längeren Zwischenstopp am Haghpat Kloster Komplex gemacht.

Das war noch weitaus beeindruckender als die beiden anderen Klöster.

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Armenien – Völkermord

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Unser Nachtflug über Warschau kam mit ordentlich Verspätung aber immer noch frühmorgens in Armeniens Hauptstadt Eriwan an. Noch kurz den Mietwagen geschnappt und los ging unser Roadtrip.

Besucht haben wir heute unter anderem die im 18. Jahrhundert von den Schiiten erbaute Blaue Moschee..

..die armenisch-apostolische Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters..

..und den Genozid Memorial Komplex:

Der Genozid Memorial Komplex erinnert an den Völkermord an den Armeniern. Während des Ersten Weltkrieges wurden unter Verantwortung des Osmanischen Reichs systematische Massaker und Todesmärschen durchgeführt. Ein sehr düsterer Fleck in der Geschichte, der in dem an das Memorial angrenzenden Museum ausführlich auf zwei Etagen erklärt wird. Was damals hier geschehen ist hatte leider ähnliche Ausmaße wie der Holocaust – dennoch ist das Museum wirklich sehenswert, denn es vermittelt sehr anschaulich detailliere Infos zu Armeniens Geschichte!

Aber noch zu etwas positivem: wir haben bisher einige Armenier kennengelernt und allesamt waren äußerst freundlich und vor allem hilfsbereit! Dieses Land ist auf den ersten Blick wirklich sehr gastfreundlich. Leider leben einige Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen. Die „Slums“ und „Plattenbauten“ waren nicht zu übersehen: