Backpacking

Peru – Der Wein der Wüste

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Vor unserer Rückfahrt nach Lima besuchten wir mit einer privaten Tour noch zwei unterschiedliche Weinkellereien, um die Herstellung des alkoholischen Nationalgetränks Pisco, eine Art Brandwein, kennenzulernen.

OK, eigentlich stand ja die Verkostung diverser Pisco-Varianten im Mittelpunkt. ¡Salud! Von unserem Favoriten haben wir dann auch gleich mal ne Flasche mitgenommen. Da wir morgen nach Ecuador fliegen und keinen Wert auf zusätzliches Gepäck legen, hat sie den Abend in Lima nicht überlebt. Der Pisco war aber eine gute Basis für das exzellent zubereitete „Cuy“, dass wir abends in Lima gegessen haben, bevor wir in Calle de las Pizzas ein paar Bars besucht haben. Nein, vom „Cuy“ gibt’s kein Foto – einfach selber mal googlen ;-)

  
 

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Peru – In der Wüste

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Die Oase Huacachina liegt nur wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Ica entfernt, ist aber rundum von Wüste umgeben.  

Nachdem wir die kleine Oase erkundet hatten, was zugegebenermaßen relativ flott ging, haben wir nachmittags eine Tour mit Sandbuggys gemacht und sind auf Snowboards die Dünen runtergebrettert!

Trotz langjähriger Snowboard-Erfahrung (natürlich im Schnee) war es wirklich nicht einfach! In der Gruppe waren wir auch die einzigen beiden, die (ausgestattet mit richtigen Snowboards, Boots und Bindungen) an einigen Dünen stehend runtergefahren sind. Der Rest hat sich flach auf dem Bauch auf Boards ohne Bindungen gelegt und ist „im Schuß“ runtergebrettert. Das haben wir auch einige Male gemacht und die Geschwindigkeit sowie der Adrenalin-Spiegel waren bei dieser einfacheren Variante zugegebenermaßen um einiges höher. Das war eine coole Aktion, die man unbedingt mal gemacht haben sollte, 1A!
   
 

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Peru – Im heiligen Tal der Inkas

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Mit dem Anbieter Go2MachuPichu sind wir von Cusco in das Sacred Valley (Urubamba-Tal) aufgebrochen. Da wir einen privaten Guide gebucht hatten, konnten wir ganz im Sinne des „Frühen Vogels“ extra früh um 06:00 aufbrechen. So hatten wir bei vielen Sehenswürdigkeiten, bevor andere Touristengruppen eintrafen. Auf unserem Plan standen unter anderem Inka-Ruinen in Pisaq, in Ollantaytambo und im Dorf Chinchero. Unser Guide hatte wirklich ein ausgesprochen umfangreiches Knowhow, sodass wir an dem Tag quasi ein komplettes Erstsemester peruanische Geschichte studiert haben. 

Außerdem haben vier ältere Damen ihr aus Hülsenfrüchten und Kartoffeln unterschiedlicher Konsistent bestehendes Mittag mit uns geteilt. Über Geschmack lässt sich ja streiten – wir haben uns danach noch ein Hähnchen gegönnt ;-)
   

Nach der Tour wurden wir direkt in Cusco am Flughafen abgesetzt und wir sind nach Lima geflogen. Naja, nicht sofort. Erstmal hatte LAN Airlines unglaubliche 90 Minuten Verspätung, was mal wieder unseren kompletten Sicherheitspuffer vertilgt hat. In Lima sind wir dann in Windeseile mit dem Taxi zum Busbahnhof, um dort mit dem online gebuchten Soyuz Bus die vierstündige Fahrt in Richtung der Huacachina Oase anzutreten. Den gebuchten und bezahlten Bus hatten wir leider verpasst, aber mit tatkräftiger sprachlicher Unterstützung unseres Taxifahrers konnten wir dann direkt den nächsten nehmen!

Zum Glück hatten wir in Huacachina in einem Hostel zwei Betten vorgebucht, denn wir kamen außerplanmäßig erst nachts um 03:00 an. Da hätten wir weißgott keine Lust mehr gehabt, uns noch eine Unterkunft zu suchen ;-)

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Peru – Ist Koka ein Betäubungsmittel?

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Nach dem Frühstück waren wir vor der Rückfahrt nach Cusco mit unserem Guide noch auf einer  kleinen Koka-Plantage. Aus Koka wird zum Beispiel Kokain hergestellt (aus 1 Kilo Koka-Blättern können 10 Gramm Kokain hergestellt werden). Man sollte meinen, Koka sei daher illegal. In Peru ist es das aber nicht. Koka hat einen extrem hohen Anteil an Vitamin A, B2, C und Protein! Und gegen die Höhenkrankheit hilft es auch sehr gut (wir sind in den letzten Tagen häufig oberhalb 3500m gewesen). Die halbe Bevölkerung inklusive Kindern kaut in Peru Kokablätter, was hierzulande unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Ohne Kommentar ;-)
  

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Peru – Frühmorgentliches Papagaienkonzert

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Vor dem Frühstück sind wir aufgebrochen zu den Papagai-Lehmbänken. Frühmorgens treffen sich dort hunderte Papagaeien und lecken am Lehm. Klingt komisch, ist aber so. Es war auf jeden Fall ein beeindruckendes Spektakel, den unzähligen Papagaien bei ihrem urigen Treiben zuzusehen und vor allem zuzuhören. Allerdings braucht man schon ein vernünftiges Fernglas, denn man darf nicht besonders dicht an die Lehmbänke rangehen. Mit meinem 250mm-Zoom-Objektiv kam ich nicht dicht genug ran.. 

Mit dem Boot sind wir dann weiter zu unserer nächsten Lodge. Auf dem Weg haben wir noch einen Fußmarsch durch den Dschungel zu einem beeindruckenden Giant Trees gemacht und haben einen Zwischenstopp am Machuwasi See eingelegt. Mit einem Floss haben wir das See-Ufer erkundet und neben einem Dutzend verschiedener Vogelarten mit teilweise seltsamen Frisuren auch ein fotoscheues Hund-großes Nagetier gesehen. Ich nenn es mal Peruanische Riesen-Wasser-Ratte..   

 

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Peru – Ab in den Bergnebelwald

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Bei der Planung dieser Reise hatten wir immer den uns geläufigen englischen Begriff „Cloud Forest“ verwendet. Die deutsche Bezeichnung „Bergnebelwald“ hört sich zugegebenermaßen irgendwie komisch an. Der Name trifft es aber auf den Punkt, da im Gegensatz zum Regenwald die Baumwipfeln häufig nicht zu sehen sind – auf Grund von Bergnebel. Der Bergnebelwald ist der artenreichste aller Wälder in Ecuador und liegt sich zwischen 1000 und 3000 Meter Höhe in den Anden.

Ab Cusco sind wir mit Bioandean Expeditions in Richtung des Manu Cloud Forest aufgebrochen. Auf dem Weg haben wir in Ninamarca einen prä-Inka Friedhof besucht und waren im Wallfahrtsort Paucartambo, um einen Einblick in die einheimischen Tradition zu gewinnen. Anschließend ging es weiter in den Cloud Forest am Rande des Amazonas Regenwaldes, in dem wir u.a. den „Cock of the Rock“ getroffen haben. Nein, das ist nicht das, wonach es sich anhört ;-) Der Cock of the Rock ist der Nationalvogel Perus. Außerdem gab es in einem kleinen Reservat noch haufenweise anderes Getier zu sehen: viele teilweise anhängliche Äffchen, Tapire, Papagaien und einen Kayman.

Abends haben wir bei Einbruch der Dunkelheit mit einem kleinen Boot die letzten Kilometer durch den Bergnebelwald stromaufwärts genommen. Ausgerüstet mit Headlamps ging es zu Fuß durch den Dschungel zu unserem Nachtquartier: einfache seitlich offene Holzhütten mit je zwei Betten, zwei dringend nötigen Moskitonetzen, einer tierische Geräuschkulisse und dem perfekten Blick auf den klaren Sternenhimmel. 

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Peru – Machu Pichu, die verlorenen Stadt der Inkas

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Machu Picchu ist eine der besterhaltenen Ruinenstädte und zählt zu den „Sieben Weltwundern“. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf dem gleichnamigen Berg in den Anden. Von Machu Picchu (zu deutsch „Alter Berg“) machten sich die Inka auf, um weite Teile der heutigen Länder Chile, Peru und Bolivien zu beherrschen.

Frühmorgens um 4:30 sind wir die ersten knapp 300 Höhenmeter von unserem Hostel im Tal Aguas Calientes bis zum Eingang von Machu Pichu marschiert. Es ging die ganze Zeit bergauf mit Taschenlampen über steinerne Treppen. Als einige der ersten Besucher haben wir dann den Gipfel Huayna Pichu bestiegen (weitere 300 Höhenmeter). Die Aussichten während des Aufstiegs und von oben auf die verlorene Stadt waren einmalig! Wir hätten auch noch viel länger dort oben bleiben können ;-)
Anschließend hatten wir dann noch genügend Zeit, um ausgiebig bei bestem Wetter die verlorene Stadt der Inkas zu erkunden und ein paar zutrauliche Alpacas zu treffen, bevor wir uns auf dem Rückweg den Luxus einer Busfahrt zurück nach Aguas Calientes gegönnt haben (12 USD für knapp 20 Minuten Busfahrt). Mit dem Zug geht es nun zurück nach Cusco und dort – Backpacker-typisch – ins Flying Dog Hostel.


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Peru – Auf dem Weg zum Machu Pichu

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Nach 16 Stunden Reisezeit (HAM->AMS->LIM) stand unsere innere Uhr bereits auf 3 Uhr nachts. Es war für Björn und mich also kein Problem, uns direkt nach Ankunft in Lima im Pay Purix Backpacker Hostel eine Mütze Schlaf zu gönnen. Am nächsten Tag stand dann frühmorgens der nächste Flug von Lima nach Cusco auf dem Plan. Von dort sind wir per Taxi durch die Rushhour gerade noch rechtzeitig am Bahnhof in Poroy angekommen, um unseren Zug Richtung Machu Pichu zu bekommen. Puh, Glück gehabt! Wer könnte auch ahnen, dass der Flug mit 45 Minuten Verspätung unseren kompletten Sicherheitspuffer zunichte macht…

Nun begann der Urlaub: Die vierstündige Zugfahrt durch die Anden bis nach Aguas Calientes war wirklich eindrucksvoll. Die Aussichten ins Gebirge waren der Hammer! Insbesondere die langsame Zugfahrt durch das heilige Tal der Inkas entlang des Rio Urubamba ist beeindruckend. Links und rechts geht es fast senkrecht hoch.