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Georgien – Sightseeing in Tiflis

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Die georgische Hauptstadt Tiflis hat einen ganz eigenen tollen Charme durch ihre bunte Mischung aus alter und sehr moderner Architektur.

Übernachtet haben wir in der Innenstadt in der Privatunterkunft „Tina‘s Homestay“. Unsere Gastgeber waren sehr nett und die Unterkunft war wirklich urig.

Mit vielen von Tina selbst gemalten Bildern und einer beachtlichen Sammlung an Kassettenrekordern ;-)

Erkundet haben wir die City und die Altstadt mit kurzfristig gemieteten Fahrrädern und zu Fuß. Mit unserem Mietwagen wäre das eine elendige Parkplatz-Sucherei gewesen. Tiflis hat uns sehr gut gefallen!

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Aserbaidschan – Ziegenhoden und Küken in Bananenkisten

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Heute mal was unappetitliches: Wir hätten nicht gedacht, dass man einen Ziegenkopf und die zugehörigen Hoden hier in Sheki auf dem Bazar kaufen kann :-)

Wir haben uns dann doch eher an Früchte und Nüsse gehalten. An vielen übrigen Ständen haben die Verkäufer auch bereits geschlafen als wir um 15:00 Uhr über den Bazar gebummelt sind. Seltsam.

Und dann waren da noch die Küken, die in Bananenkartons zum Verkauf angeboten wurden.

Andere Länder, andere Sitten.

Die Verkäufer waren alle sehr nett, sprachen kein Wort englisch (geschweige denn deutsch) und baten um Fotos von sich, die sie dann wohlwollend begutachteten.

Ein Spaziergang über so einen Bazar ist doch immer wieder äußerst unterhaltsam.

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Aserbaidjschan – Erdbeben und Sightseeing in Sheki

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Björn so: „War das gerade ein Erdbeben?“

Ich so: „Nee, Ilgar hat bestimmt einen fetten Gast, der die Holztreppe hochpoltert. Schlaf weiter.“

Unser Schlafzimmer in Ilger‘s Homestay hatte sprichwörtlich gewackelt. Wir sind seelenruhig eingeschlafen. War ein langer Tag..

Als unser Gastgeber Ilger uns am nächsten Tag die Sehenswürdigkeiten in Sheki und Umgebung gezeigt hat, fragte er beiläufig „Did you notice the earthquake last night?“ Also doch kein fetter Gast.

Mit Ilgar hatten wir einen Gesprächspartner, der ausnahmsweise gutes Englisch sprach. Er zeigte und erklärte uns diverse Sehenswürdigkeiten in Sheki.

Und das Handwerk der Glasmacher und der Seidenproduktion hat er uns auch näher gebracht.

Außerdem konnte er unsere unzähligen Fragen zum Karabach-Konflikt beantworten. Zur albanischen Kirche nach Kis hat er uns auch begleitet.

Dort gab es einige Leichen im Keller ;-)

Unsere Unterbringung bei Ilger zuhause war zwar wirklich sehr einfach gehalten, aber es war sehr schön und das Frühstück sehr lecker. Wir können Ilger’s Homestay und die Tour mit ihm wärmstens empfehlen. Es war definitiv ein Highlight!

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Aserbaidschan – Wanderung zum Black Grouse Waterfall

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Die kurze Wanderung (circa 10km) zum Black Grouse Waterfall sollte eigentlich trockenen Fußes möglich sein. Im Lagodekhi Visitor Center wurde uns dann aber erklärt, dass die Brücke kaputt ist und wir zu Fuß an einer flachen Stelle den Bach überqueren müssen. Kein Problem – Flipflops und Handtuch eingepackt und los geht‘s.

Der Bach war dann doch ein reißender Fluß und flache Stellen gab es nicht. Stattdessen konnten wir auf umgestürzten Baumstämmen über den Fluß balancieren bzw. den letzten Meter bis zum rettenden Ufer springen. Aber wir sind trocken geblieben!

Unser treuer Begleiter bis hin zum Wasserfall und auf dem Rückweg war ein schwarzer Straßenkötter. Gelegentlich schien er uns sogar den Weg weisen zu wollen. Aber dank GPS sind wir nicht vom zugebenermassen nur spärlich beschilderten Weg abgekommen.

Es ging über große Felsen, diverses Geröll im Flussbett, umgestürzte Bäume und zum Schluss über eine etwas steileren Anstieg.

Der Weg hat sich aber gelohnt. Den Wasserfall hatten wir ganz für uns alleine :)

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Kaukasus – Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Oder: Warum den Mietwagen wechseln?

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Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die autonome Bergregion Karabach im Kaukasus hält bereits seit Jahrzehnten an. Armenische Truppen haben in der jüngsten Vergangenheit wiederholt den Waffenstillstand in der besetzten Konfliktregion von Karabach gebrochen. Bei der Planung unserer Roadtrip-Route haben wir natürlich sehr genau darauf geachtet, dass wir nicht einmal ansatzweise in Richtung Karabach unterwegs sind.

Kurz gesagt: Von dem zwischen den beiden Ländern offiziell bestehenden Kriegszustand bekommen wir hier überhaupt nichts mit. Daher gibt‘s heute auch nur konfliktfreie Bilder von den letzten paar Tagen unseres Roadtrips ?

Dennoch würden wir mit unserem armenischen Mietwagen die Grenze von Georgien nach Aserbaidschan nicht passieren können. Aus diesem Grund haben wir in der georgischen Hauptstadt Tiflis den Mietwagen gewechselt und uns gen Aserbaidschan aufgemacht.

Die Grenzpassage heute rüber nach Aserbaidschan war dann kein Problem – abgesehen von schier endlosem Warten, scheinbar übermäßiger Bürokratie, skeptischen Grenzbeamten („Have you been to Karabach?!“) und den üblichen Sprachbarrieren („პირადობის დამადასტურებელი დოკუმენტები გთხოვთ!“)

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Armenien – Luxus im Noy Land Resort. Nicht.

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Wir wollten uns mal „ein klein wenig Luxus“ gönnen und haben uns bei der Unterbringung am Sevan See ausnahmsweise mal für ein Resort entschieden. Das „Noy Land Resort“ war auf booking.com schön bebildert mit Sauna, Pool und Strand. Das wir kein Resort wie in der Karibik erwarten konnten, war uns klar.

Wir haben uns extra die Sauna exklusiv für 1 Stunde gebucht. Leider war während unseres Aufenthaltes gerade Stromausfall! Kein WiFi, kein Licht, kein warmes Wasser und am schlimmsten: keine Sauna!

Dafür gab es ein Panzerfahrzeug und ein American Airlines Passagierflugzeug.

Da es ein „Resort“ war, war natürlich auch für Kinder gesorgt mit einer im See versunkenen Schaukel, einer rostigen Wasserrutsche ohne Treppe und einem Pool voller Fröschen.

Und tonnenweise Mücken. Nicht nur am wirklich beschissenen Strand, sondern auf dem gesamten Gelände.

Das war mal „ein klein wenig Luxus“. Nicht! #fail ?

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Armenien – Urlaub im Kloster

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Wir wollten schon immer mal Urlaub im Kloster machen ;-) Es sind dann allerdings doch nur kurze Besuche geworden – aber dafür in drei verschiedenen Klöstern. Und die Drone kam nach langer Zeit nun auch mal wieder zum Einsatz.

Zuerst waren wir im Geghard Kloster östlich von Yerevan. Da war quasi jeder zweite Raum voller Kerzen..

Anschließend sind wir zum Sevan See gefahren.

Das Sevanavank Kloster liegt sehr pitoresk auf einer Halbinsel mit einem tollen Blick über den Sevan See.

Am nächsten Tag waren wir dann noch auf dem wirklich beeindruckenden mittelalterlichen Noratus Friedhof. Einige Grabsteine sind über 1000 Jahre alt.

Auf unserer Weiterfahrt nach Georgien haben wir dann noch einen längeren Zwischenstopp am Haghpat Kloster Komplex gemacht.

Das war noch weitaus beeindruckender als die beiden anderen Klöster.

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Armenien – Völkermord

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Unser Nachtflug über Warschau kam mit ordentlich Verspätung aber immer noch frühmorgens in Armeniens Hauptstadt Eriwan an. Noch kurz den Mietwagen geschnappt und los ging unser Roadtrip.

Besucht haben wir heute unter anderem die im 18. Jahrhundert von den Schiiten erbaute Blaue Moschee..

..die armenisch-apostolische Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters..

..und den Genozid Memorial Komplex:

Der Genozid Memorial Komplex erinnert an den Völkermord an den Armeniern. Während des Ersten Weltkrieges wurden unter Verantwortung des Osmanischen Reichs systematische Massaker und Todesmärschen durchgeführt. Ein sehr düsterer Fleck in der Geschichte, der in dem an das Memorial angrenzenden Museum ausführlich auf zwei Etagen erklärt wird. Was damals hier geschehen ist hatte leider ähnliche Ausmaße wie der Holocaust – dennoch ist das Museum wirklich sehenswert, denn es vermittelt sehr anschaulich detailliere Infos zu Armeniens Geschichte!

Aber noch zu etwas positivem: wir haben bisher einige Armenier kennengelernt und allesamt waren äußerst freundlich und vor allem hilfsbereit! Dieses Land ist auf den ersten Blick wirklich sehr gastfreundlich. Leider leben einige Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen. Die „Slums“ und „Plattenbauten“ waren nicht zu übersehen:

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Nepal – Sonnenaufgang über den Wolken

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Unser Guesthouse in Sarangkot lag nur wenige Meter von dem berühmten „Sarangkot Sunrise Viewpoint“ entfernt. So konnten wir gegen 06:30 Uhr morgens zum Sonnenaufgang zu den großen schneebedeckten Himalaya-Gipfeln hinauf und auf das Tal von Pokhara hinab blicken. Das Wetter war zwar etwas bewölkt, aber es hat sich trotzdem gelohnt. Die Sonne und einige entfernte kleinere Berge gucken aus der Wolkendecke, die circa 200 Meter unter uns war, hindurch:

Außer uns waren ansonsten fast ausschließlich einheimische Touristen beim Sunrise Viewpoint. Bewaffnet mit Selfie-Sticks und Smartphones wuselten sie um uns herum. Im Gegensatz zu Indien wollte hier aber (zum Glück) keiner mehr Selfies von uns machen:


Anschließend sind wir von Pokhara wieder mit Yeti Airlines zurück nach Kathmandu geflogen. Nachdem wir noch etwas durch die Straßen von Kathmandu geschlendert sind, haben wir uns kurzfristig entschlossen, den Nachmittag im wirklich schönen und vor allen Dingen sauberen Stadtpark „Garden of Dreams“ ausklingen zu lassen. 

Morgen früh geht’s wieder nach Hause – zum Glück fliegen wir diesmal mit Emirates ;-)

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Nepal – Paragliden in Sarangkot

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Die Wetterbedingungen heute waren super mit einigen ordentlichen Aufwinden, sodass wir gegen Mittag unsere Paragliding-Tandemflüge antreten konnten. Für Björn und mich war es beide das „erste Mal“ und ich kann für meinen Teil behaupten: es war definitiv nicht das letzte Mal, denn hoch oben mit bester Aussicht über Berge und Täler habe ich mich pudelwohl gefühlt. Der Paragliding-Pilot hat dann – auf meinen ausdrücklichen und vorher abgestimmten Wunsch – noch ein paar Einlagen Luftakrobatik gemacht. Keine richtigen Loopings, aber mehr als genug, um eine ordentliche Portion Adrenalin freizusetzen ;-)

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Nepal – Poon Hill Trek (Tag 3+4)

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Heute stand das Highlight auf dem Programm: Sonnenaufgang am Poon Hill (3210m) mit Blick auf einige Achttausender vom Himalaya! Dafür sind wir dann heute auch mal extra früh um 05:00 aufgestanden und haben uns auf den ca. einstündigen Weg zum Poon Hill gemacht. Schon der Sonnenaufgang hat sich wirklich gelohnt:

Poon Hill ist bekannt für seinen wunderbaren Panormablick auf das Himalayagebirge. Man sieht u.a. die Gipfel Annapurna Süd (7219m), Annapurna I (8091m), Annapurna II (7939m) und Dhaulagiri (8167m) – wirklich majestätisch:

Die für Nepal typischen bunten Gebetsfahnen waren am Poon Hill natürlich auch mal wieder massenweise vorhanden:

Da wir den Trek in nur 3,5 statt wie üblicherweise in 5 Tagen schaffen wollten, sind wir am dritten Tag in Summe knapp 8 Stunden gewandert. Von Ghorepani ging es nach dem Sonnenaufgang-Abstecher am Poon Hill weiter nach Ghandruk. Und von Ghandruk sind wir am vierten Tag vormittags wieder zum Startpunkt des Treks in Nayapul gewandert, wo der Jeep zurück nach Pokhara schon auf uns gewartet hat :-)

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Nepal – Poon Hill Trek (Tag 1+2)

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Der Poon Hill Trek bietet die Möglichkeit in einer der landschaftlich schönsten Regionen Nepals zu wandern. Die Route führt durch die wunderschöne und vor allen Dingen sehr abwechslungsreiche Landschaft der Annapurna Region mit ihren spektakulären Aussichten auf die Bergwelt des Himalayas.

Um die lokale Wirtschaft zu unterstützen, haben wir uns bei Pristine Trekking in Pokhara einen privaten Guide und einen Porter gebucht. Am ersten Tag des Treks sind wir in Nayapul gestartet und knapp 6 Stunden durch Rhododendron-Wälder und kleine Bergdörfer gewandert bis nach Uleri. 

Der erste Tag war relativ entspannt, da wir nur knapp 500 Höhenmeter zurückgelegt haben. Zwischendurch haben wir uns häufiger den steinigen Weg geteilt mit Kolonnen von Packeseln und vereinzelten Milchkühen:

Andere Wanderer haben wir auf dem Trek fast gar nicht getroffen, sondern nur abends im Guesthouse. In den Dörfern würden wir von den Kindern häufig freudig mit Namaste begrüßt:

Am zweiten Tag sind wir von Uleri bis Ghorepani (2850m) auch ca. 6 Stunden gewandert. Gestartet sind wir morgens um 7:00 Uhr kurz nach dem Sonnenaufgang:

Im Gegensatz zu gestern haben wir heute allerdings knapp 1300 Höhenmeter zurückgelegt, sodass wir uns umso mehr auf das gute nepalesische Essen in unserem Guesthouse in Ghorepani gefreut haben.

Gestern in Uleri gab’s kein WLAN („Sorry Sir, the WiFi cable is not working“) – damit hätte ich auch nicht gerechnet. Heute in Ghorepani gibt’s kein Strom, dafür aber WLAN – über einen Batterie-betriebenen Router und mit Satelliten-Internet!

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Nepal – Am Fuße des Himalaya

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Vormittags sind wir mit dem Taxi in das knapp 7km entfernte Lalitpur gefahren, um die Tempel vom Patan Durbar Square zu besichtigen. Die Tempelanlagen dort scheinen noch viel besser intakt zu sein, als direkt in Kathmandu:


Nachmittags sind wir dann mit Yeti Airlines 25 Minuten bis nach Pokhara geflogen. Früher hätten wir für so eine Entfernung vermutlich den 5 stündigen Bus genommen, aber für nur knapp 189 Euro kann man so eine kurze Strecke auch mal fliegen :-)

Pokhara liegt in 827 Meter Höhe in einem atemberaubenden schönen und fruchtbaren Tal. Vom südlichen Stadtrand und von den umliegenden Bergen bietet sich eine außergewöhnliche Aussicht auf den nahen Himalaja-Hauptkamm mit den drei Achttausendern (Dhaulagiri, Annapurna, Manaslu). Leider war das Wetter heute Nachmittag schon etwas diesig, sodass wir nur beim Anflug einen Achttausender gesehen haben und nicht in Pokhara selber:


Nach einem kurzen Ausflug an den See haben wir erstmal einen Guide von Pristine Trekking zu einem Briefing für die ab morgen geplante Wanderung getroffen. Bestens gebrieft haben wir abends unsere Backpacks umgepackt und freuen uns nun auf den viertägigen Poon Hill Trek.

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Nepal – In den Trümmern von Kathmandu

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Nachdem wir das Golden Dreick von Indien (Delhi, Agra, Jaipur) nun hinter uns gelassen haben, stand Nepal bevor. Von Jaipur sind wir dann frühmorgens mit Stopover in Delhi nach Kathmandu geflogen und dank der im Vorwege organisierten Visa konnten wir den kleinen Flughafen in Kathmandu auch ohne stundenlanges Schlangestehen für ‚Visa on Arrival‘ schnell wieder verlassen :-)

Nachdem wir die kurzen Hosen und Flipflops gegen Jeans und Trekking Schuhe getauscht haben, hatten wir den kompletten Nachmittag Zeit, um den von Tauben, gestapelten Ziegelsteinen und Tempeln geprägten Kathmandu Durbar Square und die bunten Gassen mit ihren unzähligen kleinen Läden zu besuchen. 

Das Erdbeben vom April 2015 hat leider große Teile der Weltkulturerbe-Stätten zerstört und der Wiederaufbau geht nur schleppend voran. Glücklicherweise waren einige Tempelanlagen vom Erdbeben verschont geblieben – andere Gebäude wiederum sind noch nicht wieder aufgebaut und werden noch von Holzkonstruktionen gestützt:


Aber auch die teilweise zerstörten Tempel haben einen ganz eigenen Flair zwischen ihren Trümmern. Die Menschen dort haben durch das Erdbeben sehr großes Leid erfahren – aber trotzdem ein Lächeln auf den Lippen :-)

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Indien – Die pinke Stadt Jaipur

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Jaipur wird auch die „Pink City“ genannt. Pink war früher die Farbe der Gastfreundschaft und dies wurde in der Tat bis heute beibehalten. Tatsächlich ist die Farbe der meisten Gebäude in der Altstadt aber nicht pink, sondern eine Mischung aus Apricot, Lachs und Orange – gepaart mit einigen farblichen Alterserscheinungen ;-) Das Stadtbild ist aber definitiv einzigartig und schön anzusehen!

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir bald einen Architektur Burnout erleiden werden, denn in den zwei Tagen standen in der Pink City wieder einige Tempel, Paläste und Forts auf dem Programm, unter anderem Water Palace, Hawa Mahal, Birla Mandir etc.

Das Highlight am ersten Tag war definitiv die Besichtigung des Amber Fort mit seinen mit Bodypainting verzierten Elefanten:


Am zweiten Tag waren wir noch im Monkey Temple, der seinem Namen alle Ehre macht und auch zu den Highlights von Jaipur zählt:

Zur Abwechslung von der ganzen beeindruckenden Architektur waren wir noch in der Albert Hall im Museum und abends waren wir ein paar Bierchen trinken und haben in einer Rooftop Bar/Disko ein paar Eindrücke von der lokalen Musik-Kultur gesammelt.
Unser privater Fahrer hatte uns mittlerweile verlassen. Kutschiert hat uns dann tagsüber ein freundlicher, sehr gut englisch sprechender Tuktuk-Fahrer namens Manoj Kumawat. Mit laut schalender Musikanlage inkl. riesigem Subwoofer (ja, alles im kleinen Tuktuk).. Ansonsten haben wir auch den lokalen Bus genutzt, in dem eine Fahrt nur umgerechnet 7 Cent gekostet hat!

Morgen geht’s auf nach Nepal :-)

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Indien – Tiger und Affen

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Im Ranthambhore National Park soll es die größte Tiger-Population in Indien geben. Klingt gut. So haben wir uns vormittags in einem Jeep auf eine Tiger Safari begeben. Unser Guide schien – dem optischen Zustand nach zu urteilen (viel erzählt hat er halt nicht..) – langjährige Erfahrung mit dem Aufspüren von Tigern zu haben. Und er war offensichtlich gut gelaunt:

Das hat aber beides nicht gereicht, denn heute haben wir leider keinen Tiger vor die Linse bekommen, sondern nur ein paar verschiedene Arten langweiliges Dammwild oder so:

Andere Touristen haben innerhalb von zwei Tagen auf drei Safari Touren doch tatsächlich uuunglaubliche 2 Tiger und einen Bären gesehen.. Fazit: für eine abwechslungsreiche Safari fliegt man doch lieber in Afrika’s Nationalparks anstatt nach Indien.

Nachmittags waren wir beim Ranthambhore Fort. Auf dem Weg zum Fort und in der Festungsanlage mit ihren unterschiedlichen kleinen und größeren Tempeln haben wir unzählige Rudel kleiner zutraulicher Äffchen getroffen. Einige der kunterbunt festlich gekleideten Hindus, die mit uns auf dem Weg zum Ganesh Tempel im Fort waren, haben die Affen mit Snacks versorgt – wahrscheinlich waren sie deshalb so zutraulich – ich meine die Affen, nicht die Hindus ;-)

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Indien – Die Erschreckende Armut beim Weltkulturerbe

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In Fathepur Sikri befand sich Ende des 16. Jahrhunderts die ehemalige Hauptstadt des Mogulreiches. Das Mogulreich umfasste im 17. Jahrhundert fast den gesamten indischen Subkontinent und wurde angeführt von einem muslimischen Herrscher, dem sogenannten Mogul, Großmogul oder Mogulkaiser. Die Baudenkmäler der Stadt stehen seit 1986 unter dem Schutz der UNESCO und gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit. 

Durch die Moschee Jami Masjid hat uns ein freundlicher junger Mann geführt und alles erklärt. Da er betont hat, dass er kein Geld dafür haben will und die Führung echt gut war, hat er ein ordentliches Trinkgeld von uns bekommen. Es gibt auch genügend „falsche“ Guides, die einem das Blaue vom Himmel für total überhöhte „offizielle“ Preise versprechen. Mal wieder Glück gehabt ;-) Außerdem waren wir natürlich bei den Festungsanlagen und Ruinen, die wir selber per Audio-Guide erkundet haben.


Als wir die engen Gassen von Fathepur Sikri erkundet haben, trafen wir erneut auf eine übergroße Portion Armut und extrem unhygienische Zustände: Gossen voller Müll mit spielenden Kindern, Familien in Behausungen aus alten Stangen und Folien, beißender Geruch durch Müllverbrennung am Straßenrand, bettelnde zerzauste kleine Kinder, Schweine und Menschen in Müllbergen, Männer und Frauen, die vor den Augen andere ihre großen und kleinen Geschäfte direkt auf der Straße verrichten – und dementsprechende Fäkalien und Gerüche auf der Straße. 

Das war fast noch schlimmer und herzzerreißender als Delhi, wo wir bereits ganzen Familien von Obdachlosen (inklusive Babys!) schlafend in total verdreckten Gossen gesehen hatten..
Aus Respekt vor den Menschen und da sich solche Bilder sowieso im geistigen Auge einbrennen, haben wir in den meisten Fällen nicht auf den Kameraauslöser gedrückt. Um das Thema aber nicht zu verschweigen, sind hier trotzdem mal ein paar Fotos:


Die Eintrittspreise zu den Weltkulturerbe-Stätten haben sich übrigens in Indien in den vergangenen Jahren übrigens mehr als vervierfacht. Von dem Geld kommt aber leider anscheinend nichts bei der Bevölkerung an.

Gestern konnten wir zum Glück nach zähem Verhandeln mit unserem Hotelier ein für lokale Verhältnisse halbes Vermögen von Euro in Rupien wechseln. Bisher haben wir – da wir wirklich sehr wenig Rupien dabei hatten – den bettelnden Kindern immer nur unsere Süßigkeiten und Kuchen gegeben. Absofort werden wir auch mal Rupien verteilen – auch auf die Gefahr hin, dass wir dann von noch mehr Kinder umringt werden ;-)

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Indien – Beim Weltwunder Taj Mahal

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Die Tickets für’s Taj Mahal konnte man ausnahmsweise noch mit den für fast alle übrigen Geldgeschäfte ungültigen alten Geldscheinen bezahlen. Glück gehabt, denn unser Vorrat an den so dringend benötigten neuen Rupien geht bald zuneige. Wir haben mittlerweile 3 verschiedene Kreditkarten an unterschiedliche Geldautomaten nach mittelmäßig langem Schlangestehen erfolglos getestet :-(

So sind wir heute frohen Mutes in aller Herrgottsfrühe zum West-Tor des Taj Mahal Komplexes spaziert. Den Guide, den wir uns vor Ort organisiert haben, konnten wir glücklicherweise mit USD (davon haben wir ausreichend) bezahlen. Erst später haben wir herausgefunden, dass die Regierung im Zuge der Demonetarisierung die Annahme von ausländischer Währung für die indischen Bürger unter Stafe gestellt hat! Naja..

Das Wetter am Taj Mal spielte auch mit, sodass ein paar wirklich schöne Aufnahmen entstanden sind:


Der Taj Mahal wird auch „Kronen-Palast“ genannt und ist ein riesiges Mausoleum, das auf einer 100 × 100 Meter großen Marmorplattform in der Form einer hochgradig symmetrischen Moschee errichtet wurde. Die Architektur ist wirklich beeindruckend und es ist nachvollziehbar, dass er zu den „neuen sieben Weltwunder“ zählt. Und einige Affen gab’s dort auch. Einer ist im Austausch für ein paar Leckereien dann sogar relativ anhänglich geworden:

Außer dem Taj Mahal kann man in Agra zum Beispiel noch das Agra Fort besuchen. Das haben wir natürlich gemacht. Den Rest des Nachmittsgs haben wir dann im Mehtabh Bagh Garten relaxt – beim Blick auf den Taj Mahal und mit dem Gesang des Muezzin im Hintergrund war dies heute ein gelungener entspannter Abschluss. Spätnachmittags hat unser Fahrer Bopah uns die relativ kurzen 30km bis Fatehpur Sikri weiter kutschiert.